Die Regeln im Rollstuhlcurling bauen auf denen des klassischen Curlings auf, weisen aber einige entscheidende Besonderheiten auf. Dieser Überblick hilft dir, das Spiel zu verstehen – egal ob als Zuschauer oder als Einsteiger.

Das Spielfeld

Gespielt wird auf einer Eisbahn von etwa 45 Metern Länge und knapp 5 Metern Breite. Am jeweiligen Ende befindet sich das sogenannte Haus, ein Zielkreis aus vier konzentrischen Ringen mit einem Durchmesser von insgesamt 3,66 Metern.

Die Mannschaft

Jedes Team besteht aus vier Spielerinnen und Spielern. Bei offiziellen Mixed-Turnieren – und das ist der internationale Standard – muss jedes Team mindestens eine Person je Geschlecht stellen. Das macht Rollstuhlcurling zu einer der wenigen gemischten Disziplinen im paralympischen Sport.

Der Spielablauf

Ein Spiel besteht aus acht Ends (Runden). In jedem End werfen die beiden Mannschaften abwechselnd jeweils acht Steine – pro Spielerin oder Spieler also zwei. Ziel: einen eigenen Stein möglichst nah am Mittelpunkt des Hauses platzieren.

Kein Wischen

Im Gegensatz zum klassischen Curling entfällt das Wischen vor dem Stein komplett. Die Spielerinnen und Spieler müssen Gewicht, Rotation und Richtung beim Wurf exakt kontrollieren – Korrekturen während der Fahrt sind nicht möglich.

Punkteverteilung

Gepunktet wird pro End: Nur eine Mannschaft kann in einem End punkten – nämlich die mit dem Stein, der dem Mittelpunkt am nächsten liegt. Jeder weitere Stein derselben Mannschaft, der näher liegt als der beste gegnerische Stein, zählt ebenfalls als Punkt.